Duo Blome Lunte
Presse-Rezensionen (CD-Besprechungen siehe unten)  


Das war ein Kammermusikabend der besonderen Art. Kurzweilig, virtuos, amüsant und melodiös: „Aus dem Leben des Adophe Sax“ – Das Saxophon im Pariser Salon der 19. Jahrhunderts. Frank Lunte war dabei zweifach aktiv: Er spielte das Holzblasinstrument ... und machte zwischendurch mit dem ereignisreichen Leben des Erfinders Adolphe Sax bekannt. Wie einst Paganini auf der Violine oder Franz Liszt am Flügel musizierte der Solist des Abends hier mit Einfühlungsvermögen und Gespür für feine Nuancierungen die Kompositionen. Furiose Läufe, lyrische Gegenüberstellungen, erheiternde Sentenzen fröhlicher Melodienfülle dienten dazu, das Instrument, dem zu seiner Entstehungszeit so viele Steine in dem Weg gelegt worden waren, in seiner ganzen Vielseitigkeit und Ausdrucksbreite vorzustellen. Mit Tatjana Blome am Flügel hatte Frank Lunte eine einfühlsame und kongenial mitmusizierende Partnerin zur Seite.

H. Hammer, Altmark Zeitung, 18. Januar 2010


Die beiden Musiker musizierten auf höchstem künstlerischen Niveau mit einem derartig hingebenden Engagement für diese [in der Nazizeit ausgegrenzten und verfemten] Komponisten, das beispielhaft war. Die Zuneigung der beiden Berliner Musiker zu den von ihnen gespielten Komponisten war bei jedem Stück allgegenwärtig spürbar und übertrug sich auf die Zuhörer, die mit Begeisterung auf die Musik und das Können der beiden Künstler reagierten.

it, Thüringer Allgemeine, 24. November 2009


Musik mit politscher Note: Das Berliner Duo Frank Lunte und Tatjana Blome gab am Freitagabend ein hochklassiges Konzert in der Musikschule Ilmenau.

bf, Freies Wort (Ausgabe für Ilmenau), 25. November 2009


Eine Reihe kapriziöser Kleinodien hatten Altsaxophonist Frank Lunte und Pianistin Tatjana Blome mitgebracht, die sie mit einer grandiosen Musikalität und mitreißendem Engagement interpretierten. ... Konnte man bei der Interpretation von Paule Maurices "Tableaux de Provence" den Humor beinahe mit Händen greifen, so spielten Tatjana Blome und Frank Lunte Eugène Bozzas "Aria" von 1936 inbrünstig. Extrem legato, verhalten, ganz im Pianissimo-Bereich zelebrierten die beiden die Linie in tiefster Ernsthaftigkeit. ... Im dritten Satz von Darius Milhauds "Scaramouche" feiert das feurige Samba-Idiom wundervolle Verbrüderung mit der klassischen Musik – geradezu ein Sinnbild dieses ausgesprochen glücklich zusammengestellten und hinreißend vorgetragenen Konzertprogramms. Den begeisterten Applaus des Publikums quittierten die beiden mit der Spanischen Serenade von Bizet.

Karin Stöckl-Steinebrunner, Badische Zeitung, 23. Juni 2009


Auf diesem Instrument scheint alles möglich – Was Frank Lunte mit seinem Instrument den zahlreichen Freunden der Kammermusik bot, übertraf alle Erwartungen. ... Tatjana Blome, als kongeniale Partnerin am wohlklingenden Boesendorffer-Flügel stets wach, schien bei den immerwährend schwierigen Klavierparts keinerlei technische Probleme zu kennen. ... Mit dem unverfänglichen Titel „Wechselspiel“ präsentierten sich die zwei hochkarätigen Künstler aus Berlin mit einem wahrlich atemberaubenden Abend. ... Schon die anfangs gespielte "Hot-Sonate" des von den Nazis ermordeten Berliner Komponisten Erwin Schulhoff (1894-1942), eine Mischung aus Jazzelementen und streng komponierter Sonate, zeigte, dass hier zwei großartige Instrumentalisten ein lohnendes Werk endlich auf die Bühne bringen. ... Spannend blieb es auch bei Ludwig van Beethoven! Tatjana Blome "kreierte" geradezu die "Sturm-Sonate opus 31/2. ... Mit Eleganz entwickelte Tatjana Blome die komponierte "Freiheit" im Einleitungs-Largo und entwickelte kraftvoll die fast orchestralen Klänge im zweiten Satz. Ein absolut optischer und genauso akustischer Genuss, der mit frenetischem Applaus vom Publikum belohnt wurde. ... Mit feinster klanglicher Delikatesse und einem entsprechenden rhythmischen "Feuerwerk" stellten die Musiker [mit dem Zyklus "Histoire du Tango" von Astor Piazzolla] noch einmal ihr hohes Niveau unter Beweis und ein schier unerschöpfliches Durchhaltevermögen bei diesen kräftezehrenden Werken.

Margarete Finckh, Südkurier, 27. Februar 2008


Auch das kann neue Musik sein: Musik, die als „entartet“ diffamiert und vergessen war, wie von Erwin Schulhoff, der im KZ umkam, oder von Bernhard Heiden, der in die USA emigrierte – zumal für das Saxophon, das lange bei Jazz und Tanzmusik eingeordnet, nicht jedoch als Klassik-Instrument ernst genommen wurde. Der überfälligen Rehabilitation widmete sich das renommierte Duo Frank Lunte und Tatjana Blome. ... Während sich Altsaxophon und Klavier durchweg nahtlos und quasi konfliktfrei ergänzten, prallten in der Werkauswahl die Welten aufeinander. ... Einen starken Kontrast zu den ‚Sonaten‘ von Erwin Schulhoff und Bernhard Krol bildete so Isao Matsushitas ‚Atoll II‘ aus dem Jahr 1982, ein plakativ-klangsinnliches, die Ausdrucksmöglichkeiten von Klavier und Saxophon zuweilen schmerzhaft ausreizendes Klanggemälde bedrohter Natur, das Farbe und Bewegung in steter Entwicklung hält, von den beiden Künstlern in bedrängender Kraft und Intensität ausgeführt. Eindrucksvoll beherrscht Frank Lunte die Tongestaltung: Er kann ihn schärfen, zuspitzen, aufrauen, behutsam dämpfen, kantabel aussingen, gefühlvoll glissandieren, das Obertonspektrum nach Wunsch formen – seine Ausdruckskraft sprengt die Grenzen sprachlicher Beschreibung. Der Komponist der zweiten ‚Sonate‘ saß begeistert in der ersten Reihe: Bernhard Krol. Auch mit der Aufführung seines eigenen Werks schien er hochzufrieden. Dass Frank Lunte den phantasievollen „Maestoso“-Satz besonders liebt, war verständlich; Menschliches in der Musik, Ironie, ja Gelächter – hier wars zu hören. Auch nicht ganz ernst gemeint ist der Titel ‚deadline‘ für die Auftragskomposition von Rainer Rubbert: Fast wäre der Abgabetermin im Jahr 2004 überschritten worden. Bei der Fülle von Klangfarben und Spielweisen kein Wunder; offenbar hat das enorme Können von Frank Lunte und Tatjana Blome den Komponisten dazu animiert, alle Möglichkeiten der Klanggestaltung per Klaviersaiten, Metallstäben, Saxophonblatt und –klappen exzessiv auszureizen. Da haucht, klirrt und röhrt es in vielfältiger, neuartiger und provozierend dissonanter Weise.

Susanne Eckstein, Reutlinger Nachrichten (Südwestpresse), 2. Februar 2008


Drastisch stellten ... der Saxophonist Frank Lunte und die Pianistin Tatjana Blome ... den werkimmanenten subversiven Witz des langsamen Satzes [Schulhoff: Hot-Sonate] heraus. ... Aus beiden Werken [Heiden: Sonate, Krol: Sonate] holte das virtuose Berliner Duo das Maximum an Spannung. „Toll“, rief der anwesende mittlerweile 88-jährige Komponist Bernhard Krol. Wahrhaft Neue Musik, mit dem großen N im Attribut, spielte das Duo grandios. Zuerst ‚Atoll II‘ von Isao Matsushita, hervorgegangen aus Improvisationen ... Fürs Duo hatte Rainer Rubbert ‚deadline‘ geschrieben, prunkend mit scharf-konturierten Formen und enormer Klangsinnlichkeit, beides bestens in Szene gesetzt von Lunte und Blome. Stürmischer Applaus.

toz, Schwäbisches Tageblatt, 2. Februar 2008


Die Freude war Veit Erdmann anzusehen. Der künstlerische Leiter der ‚musica nova‘ konnte im Spendhaus sehen, dass die Sitzplätze nicht ausreichten. ... Das Berliner Duo mit dem Saxofonisten Frank Lunte und der Pianistin Tatjana Blome bot ein spannendes Programm der stilistischen Kontraste, das er und sie in perfektem Mit- und Gegeneinander mit einem Höchstmaß an Sachlichkeit, an Hingabe und technischer Brillanz gespielt haben. Frank Lunte beherrscht alle Spielmöglichkeiten und Tongebungen des Saxofons, die eckig schrillen und die ölig weichen, mit allen Nuancen des Ausdrucks und der vollen Breite dynamischen Skala – und dies mit der Lungenkapazität eines Langstreckenläufers und der Rasanz eines Sprinters. Tatjana Blome, Pianistin mit Model-Figur und auch auf dem Laufsteg der Tasten eine selbstbewusst temperamentvolle Erscheinung, besticht durch ihr kluges, diszipliniert impulsives und rassiges Klavierspiel, das aus Klang und Rhythmus große Energien schöpft. Das kernige martellato ist eine ihrer Stärken. Der autonom gesetzte Ton, der prägt und bestimmt. Solche Willensstärke hat unbedingte Gestaltungskraft zur Folge. Selbstredend kann Tatjana Blome auch „nur“ begleiten, aber sie ist immer da. Mittendrin. Ist dem Saxofon ein Widerpart und gescheite Gefährtin. ... Durch das Programm ging eine Generationengrenze. Auf der einen Seite die jüngeren Zeitgenossen wie Isao Matsushita mit ‚Atoll II‘ von 1982 und Rainer Rubbert mit ‚deadline‘ von 2004; das erste Stück eine naturnahe, bildhafte Impression von Bewegung, Wasser und Wellenklang, das zweite mehr experimentell unter anderem mit Mehrklängen und Oberton-Interferenzen des Saxofons sowie direkten Saiteneingriffen am Flügel. Wobei der technische Vorgang häufig die klangliche Wahrnehmung, also die Ästhetik im Sinn des Wortes, überlagert hat. Was nichts von der phänomenalen Wiedergabe wegnimmt.

Hansdieter Werner, Reutlinger General-Anzeiger, 1. Februar 2008


Experiment gelungen, Bach lebt. Die Solo-Partita BWV 1013 präsentierte Frank Lunte in der Agogik manchmal sehr großzügig, technisch aber untadelig. ... Der Figur des neapolitanischen Abenteurers und Maulhelden Scaramouche verliehen Frank Lunte und Tatjana Blome mit Ironie und Witz die unterschiedlichen Facetten. Klanglich sehr warm und und feinnervig gestalteten sie den zweiten Satz und servierten mit frisch pointiertem Rhythmus die spritzige Samba. Tatjana Blome erwies sich als hervorragende Pianistin, die in den Bagatellen von Erwin Dressel oder in der Aria von Eugène Bozza vielseitig den Ton modellierte und ihr technisches Handwerk beherrschte. Frank Lunte am Altsaxophon überzeugte mit kantablen Phrasen und schwungvollem Passagenspiel.

Esther George, Hanauer Anzeiger, 31. Januar 2007


Tatjana Blome und Frank Lunte zeigen ihre meisterhaften Fähigkeiten des musikalischen Dialogs. ... Frank Lunte übernimmt den melodischen Part mit souveräner Phrasierung, äußerst wandlungsfähigem Ton und scheinbar unendlichem Atem. Tatjana Blome akzentuiert mit kurz angeschlagenen Akkordstützen und gibt den Stücken einen ungeheuren rhythmischen Drive. ... Eindrucksvoll, wie gut aufeinander eingespielt Blome und Lunte diese kaum gehörten Kostbarkeiten zelebrieren. ... Ein subtiles, intelligentes und ungeheuer spannendes Hörvergnügen.

Reiner Ehrmanns, Hellweger Anzeiger, 23. Januar 2007


Frank Lunte und Tatjana Blome begeistern.

Henryk Brock, Westfälische Rundschau, 23. Januar 2007


Erwin Schulhoffs Hot-Sonate fordert von einem klassisch geschulten Saxophonisten ungewohnte Anblas- und Modulationstechniken. Frank Lunte meisterte diese aber scheinbar mühelos. Überhaupt kann er nicht nur mit einem angenehmen Ton und exakter Spieltechnik überzeugen, sondern auch mit Ausdruck und Gefühl. Sehr bereichernd und ein großer Pluspunkt sind auch seine Einführungen und Erläuterungen zu den Stücken. ... Das Spannung fordernde Klavierspiel in Friedrich Leinerts Sonate, mit dem Tatjana Blome hier glänzte, zeigte noch einmal ihre große Klasse und Virtuosität. Nach einer Sonatine von Walter Girnatis endete das Programm, das von den Zuhörern mit viel Applaus bedacht wurde.

Rolf Graff, Mindener Tageblatt, 25. Oktober 2006


Frank Lunte und seine Klavierpartnerin Tatjana Blome sind häufig zu Gast bei den Tonkünstlerkonzerten und liefern immer interessante Beiträge Berliner Komponisten der 1920er und 1930er Jahre, die das Saxophon als Instrument entdeckten und pflegten. So auch diesmal: Vier Bagatellen des Berliner Komponisten Erwin Dressel zeigten den Einfluss von Tanzmusik und Unterhaltungsmusik-Anklängen an die "klassische" Musik der damaligen Zeit, wie sie auch bei Schulhoff eindruckvoll belegt ist. Gewohnt präsent im Klang und akkurat im Zusammenspiel, war es ein Vergnügen, den ungewohnten Klängen des Saxophons zu lauschen, das in seinem vielschichtigen Klangspektrum auch andere Instrumente zu enthalten schien.

Adelheid Krause-Pichler, neue musikzeitung, nmz 09/06


Dietrich Erdmanns "Akzente A" bewiesen einmal mehr, dass der Komponist ein Meister seines Faches ist und vor allem den Instrumenten die Stücke auf den Leib schreibt. Der Vortrag des dreisätzigen Werkes mit Frank Lunte, Altsaxophon, und Tatjana Blome am Klavier wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Adelheid Krause-Pichler, neue musikzeitung, nmz 12/05-01/06


Nuancenreich und dynamisch differenziert durchforschen sie auch die spielfreudige Sonate von Bernhard Heiden, von deren niedergeschriebener Virtuosität sie zu kunstfertigstem Können gefordert sind. Bravourös lösen sie die Anforderungen ein. Beispielsweise im letzten Satz (Adagio-Presto), dessen unaufhörlichen Plauderton sie flinkzüngig und fingerfertig treffen. Zunächst leicht melancholisch verschattet, stürzt sich das Finale dann in eine effektvolle Stretta, die zu heftigem Beifall herausfordert.

Peter Buske, Potsdamer Neueste Nachrichten, 4. August 2003




CD-Besprechungen / Reaktionen
Club 100 - Jahrgänge 1906 und 1908 :: Deutsche Grammophon/Universal



Die Pianistin Tatjana Blome verfügt über den für diese Musik erforderlichen entspannt-nonchalanten Ton, aber auch über reichliche technische Souveränität.

Fono Forum, November 2006


Die Solisten Tatjana Blome und der Klarinettist Ib Hausmann wissen die Affekte dramatisch herauszuarbeiten. ... Eine wirklich gelungene, strukturell und klanglich hochinteressante Sonate, die dabei herausgekommen ist und die Tatjana Blome gekonnt umsetzt.

Piano News, November 2006


Die junge Pianistin Tatjana Blome zeigt sich in ihrer Neueinspielung der beiden anspruchsvollen Werke Frommels dem unmittelbaren Vergleich mit der legendären Martha Argerich in jeder Hinsicht gewachsen.

Klassik Akzente, September 2006


Das Konzert für Saxophon und Streichorchester op. 14 aus dem Jahr 1934 gibt dem Hörer Gelegeheit, Frank Luntes klangliche Gestaltungskraft in engster Verbindung mir der unter Jürgen Bruns engagiert aufspielenden Berliner Kammersymphonie zu erleben: spritzig akzentuiert und leicht beweglich im raschen Wechsel der Farben und Emotionen, klangsinnlich den fülligen, weich verhangenen Alt des Instruments auskostend und die Spannweite der Möglichkeiten von dunkler Tiefe bis in extreme Höhen virtuos ausreizend.

Susanne Eckstein, Reutlinger Nachrichten, 4. Juni 2009


Ein famoses Orchesterprogramm, bei dem vom Solisten bis zum Klangbild einfach alles stimmt. Lars-Erik Larssons apartes, neoklassisch orientiertes Saxofonkonzert (1934) mit dem fantastischen Solisten Frank Lunte.

CD des Monats, AUDIO, November 2008


Lars-Erik Larsson schuf ein vielgespieltes virtuoses Konzert, das von Frank Lunte als Solist der Kammersymphonie Berlin vorzüglich geblasen wird.
Das Orchester, Dezember 2008 Larssons Saxofonkonzert wurde für diese Produktion meisterhaft neu eingespielt vom Berliner Saxofonisten Frank Lunte.

visionae, September 2008


Der Solist Frank Lunte (begleitet von der Kammersymphonie Berlin) weiß das Larsson-Saxophonkonzert technisch brillant zwischen Poesie und musikalischer Vitalität anzusiedeln. Bis in die feinsten strukturellen Verästelungen kommen die Interpreten dem Geheimnis dieser Musik nahe - hochkonzentriert und doch völlig entspannt.

morgenweb, August 2008




CD-Besprechungen / Reaktionen
Musik für Saxophon aus Berlin Vol. 1-3 :: EDA EDITION ABSEITS



Risikofreudig geht es in den sechs Kompositionen zu, in denen das Duo Blome Lunte seine Reihe "Musik für Saxophon aus Berlin" abschließt. In den Werken von 1982 bis 2004 darf sich das Saxophon endlich unbequem Aufstellen, in der gemäßigten, dennoch hochexpressiven Moderne eines Franz Riemer oder in "Rote Erde" von Ulrich Krieger, das dämonisch-bruitistische Klangsignale setzt. Auf solch einer Ausdruckskraft dieser menschlichen Instrumentenstimme lässt sich aufbauen.

Svenja Klaucke, Fono Forum, Februar 2006


Und erstaunlich bleibt einmal mehr, dass Frank Lunte und Tatjana Blome hier nicht einfach nur ihren Entdeckerqualitäten vertrauen, sondern wie wirkungsvoll sie diese Raritäten in Szene setzen.

Svenja Klaucke, Fono Forum, März 2005


Tatjana Blome und Frank Lunte treffen mit ihrem akzentuierten und an Nuancen reichen Spiel den richtigen Ton zwischen Witz und Melancholie. ... Bei dem exzellenten Zusammenspiel Luntes und Blomes darf man auf die Fortsetzung der CD-Serie gespannt sein.

Juliane Bally, Fono Forum, März 2003


Frank Lunte mit seinem farbenreichen Saxophon-Ton sowie spannungsreich und wunderbar lyrisch ausgespielten Bögen hat mit Tatjana Blome eine ebenso einfühlsame wie präzise Klavierpartnerin. Gemeinsame Lust an Virtuosität und Klangsinn! - Das ist nicht nur etwas für Saxophon-Liebhaber.

Elisabeth Richter, NDR Kultur, "Hörprobe", Februar 2003


Neben den Großen der Musik wie Ferruccio Busoni, Franz Schreker, Artur Schnabel, Arnold Schönberg und Paul Hindemith, die in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Berlin unterrichteten, war die deutsche Hauptstadt auch einmal ein Zentrum des Saxophonspiels und der Saxophonkomposition. Diese oft übersehene, abseits der Hochschule für Musik und der Preußischen Akademie der Künste existierende Praxis drängten die Nazis, die den saxophonspielenden Johnny zum Inbegriff "entarteter Musik" machten, so sehr in den Hintergrund, daß sie heute fast vergessen ist. Um so verdienstvoller ist das Editionsprojekt von Tatjana Blome und Frank Lunte, die in eigener Recherche Saxophonmusik aus Berlin aufstöberten und dann für die Edition Abseits aufnahmen. Schon die erste CD des dreiteiligen Editionsprojekts ist vielversprechend, enthält sie doch neben der mitreißenden Hot-Sonate, die Erwin Schulhoff 1930 für die Berliner Funkstunde komponierte, drei unbekannte Originalkompositionen von Wolfgang Jacobi, Ernst-Lothar von Knorr und Erwin Dressel, die das Saxophon phantasievoll und unabhängig vom Jazz als "seriöses" Instrument einsetzen. Diese CD, zugleich eine Hommage an die Saxophon-Pioniere Gustav Bumcke und Sigurd Rascher, ist nicht nur Freunden des Saxophons zu empfehlen, sondern allen Musikfreunden, die an lohnenden Repertoireerweiterungen interessiert sind.

Dr. Albrecht Dümling, Musikwissenschaftler und -kritiker, Dezember 2002


Außerordentliche Klangkultur und Tonschönheit kennzeichnen das Spiel des Saxophonisten Frank Lunte, der zusammen mit der Pianistin Tatjana Blome ein ebenso feinsinnig gestaltendes wie entdeckungsfreudiges Duo bildet. Die erste CD des Duos mit Saxophonsonaten aus dem Berlin der 1930er Jahre hat mich in ihrer faszinierenden Werkauswahl, gleichermaßen in ihrer kammermusikalisch höchst sensiblen, plastischen Darstellung jeder einzelnen Komposition sehr beeindruckt! Dieses Debut stimmt vor allem neugierig auf alle weiteren konzertanten wie diskographischen Entdeckungsreisen des Duo Lunte-Blome!

Prof. Kolja Lessing, Geiger und Pianist, November 2002


Diese CD ist wunderbar und ich beglückwünsche Sie herzlichst zu dieser bemerkenswerten Arbeit. Ihr Duo zeichnet sich durch eine große Übereinstimmung, eine sehr starke musikalische Persönlichkeit und hohes technisches Können aus. Bravo !!!

Philippe Lecocq, Professor für Saxophon am Conservatoire National de Toulouse, November 2002